Oversized-Schnitte verleihen opulente Schultern, kräftige Muster ziehen magisch die Blicke an – und dann ist da noch die Trendfarbe Rot, die den Mann im Mantel absolut stylish aussehen lässt: Winter-Mäntel für Männer setzen diese Saison ein starkes Statement. Die Top-Five von Style Statements der Wintermäntel und Winterjacken für Männer. Außerdem: Welcher Mantel-Typ zu deinem Typ und deiner Körperstatur passt.

Ob Mäntel oder Jacken: Die Designer drehen für die Herbst-/Winter-Saison 2018/19 kräftig auf und schicken starke Statements über den Laufsteg. Denn der Mantel entscheidet in der kühleren Jahreszeit den gesamten Look! Er ist das erste, was Betrachter an einem wahrnehmen.

Auffälligste Veränderung in dieser Saison: die neue Silhouette. Oversized-Schnitte geben der Statur mehr Volumen, mehr Bequemlichkeit und mehr Lässigkeit.

Was in den vergangenen Saisons noch eng und körperbetont sitzen sollte, kann diesen Herbst/Winter gar nicht weit genug sein. Spoiler vorweg: Das ist trotzdem nicht leicht zu tragen. Wie du diesen Trend kombinierst und welche Mäntel und Jacken für Herren auf die Shopping-List gehören, das schauen wir uns deshalb jetzt genauer an.

Platz 5) Der Camel-Mantel

Er bleibt auch in dieser Saison angesagt. Das wundert nicht, denn ein Camel-Mantel (Beige-Ton) sieht sehr elegant und stilvoll aus. Ich empfehle dir hier, unbedingt auf ein hochwertiges Material – zum Beispiel ein Mix aus Schurwolle und Kaschmir – zu achten und keinen Mantel unter 150 Euro zu kaufen. Die Erfahrung von Freunden zeigt, dass mann mit ihm wenig Freude hat, weil sich schnell Knubbel bilden.

 

 
Affiliate-Link: Mit einem Klick kommst du direkt auf ausgewählte Shops. Style-Statements erhält eine Provision und kann damit diesen Blog finanzieren. Zur Auswahl habe ich euch preisgünstige und Marken-Mäntel zusammengestellt.

Der Vorteil dieser Farbe: Sie steht blonden wie braunhaarigen Männern und auch schwarzhaarigen – und sie lässt sich vielfältig mischen: mit starken Tönen wie Rot oder mit schlichten Farben wie Schwarz und Weiß oder mit einer Jeansjacke als Layer-Look. Somit kannst du diesen Mantel vielfältig kombinieren und sowohl für schicke Anlässe als auch für den Alltag tragen.

Styling-Tipp: Den Camel-Mantel kannst du mit einem schwarzen Outfit oder Erdtönen gut updressen – eher casual ist der Look mit Jeans, Jeansjacke und Sneakern.

Auf Pinterest habe ich dir Outfitideen und Kombinations-Möglichkeiten vom Laufsteg und von der Straße zusammengestellt. Für mehr Trends rund um die nächste Saison schau auch gern in meinem Blogpost: Männermode-Trends 18/19.

Platz 4) Dauning Street: Daunenjacke

Sie kann diese Saison gar nicht lang und voluminös genug sein: die Daunenjacke. Bei vielen Designern fällt sie knallig aus und geht runter bis zu den Knien. Bei Versace ist sie leuchtend orange, bei Valentino rot-schwarz im Lack-Look (siehe die Pinterest-Looks unten). Aus meiner Sicht ein toller Trend, denn diese Jacke hält dich im Winter wunderbar warm, weshalb ich dir empfehle, hier unbedingt auf die richtigen Materialien zu setzen: lieber Daunen oder Nylon als schweißtreibendes Polyester.

Zugegeben: die lackrote Valentino-Jacke ist kaum alltagstauglich – hier empfehle ich dir als eher über einen schönen Blauton nachzudenken, der sich mit deiner Garderobe gut verträgt. Ein leuchtendes Blau kann hier ebenfalls ein starkes Style-Statement als Jacke sein!

 

 

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Platz 3) Die Lammfell-Kragen Jacke

Bekanntlich sind diese Saison die 1990er zurück – und mit ihnen der damals beliebte Teddy-Bär-/Lammfellkragen-Kragen, gern auch in Kombination mit Leder.

Absolut stylish ist diese Saison ein Modell im Camel-Ton mit weißem Fell-Kragen.

Oder das ganze in Dunkel: Hermès hat zum Beispiel eine dunkelgraue Variante mit schwarzem Lammfell und ergänzt diese mit einem pinken Rollkragen-Pullover. Definitiv ein Style-Statement, das Männern mit dunklen Haaren und/oder dunkler Haut sehr gut steht. Herrvorragend funktioniert auch eine Lederjacke mit Teddybär-Kragen in Schwarz. Wieder bilden hier zwei sehr unterschiedliche Materialien einen guten Kontrast und machen das Outfit zum Hingucker.

Styling-Tipp: Du magst einen monochromen Look ganz in Schwarz? Dann mache das Outfit durch den Material-Mix spannender; zum Beispiel Leder mit Lammfell-Kragen und einen edlen Pullover aus Merinowolle oder Kaschmir.

Blonde Männer können wiederum in der Palette der herbstlichen Erdtöne bedienen und sich hier für Lammfelljacken in Beige, gebrochenem Weiß und Braun entscheiden. Hier ein paar Shopping-Tipps (Affiliate-Link):

 

 

Platz 2) Coat Red – der rote Mantel

Noch vor einigen Monaten habe ich über rote Dufflecoats gelästert – diese Saison haben mich die Designer eines Besseren belehrt: Rot ist die Signalfarbe diese Saison. Gemeint ist damit ein leuchtendes Signalrot oder ein eher feuriges Rot. Bei Ami Paris gehen Männer in knallroten langen Dufflecoats über den Laufsteg, oder im roten Zweireiher. Kenzo wiederum wählt ein kühles leuchtendes Gelb für einen knielangen Dufflecoat. Eine Farbe, die übrigens sehr gut zu Petrol aussieht.

Auf dieser großen Fläche ist eine leuchtende Farbe auf jeden Fall ein Statement, das sich nicht jeder Mann traut.

Styling-Tipp: Achte im Spiegel selbstkritisch drauf, ob dich diese Farbe nicht doch erschlägt.

Männer mit dunkler Haut oder dunklen Haaren können solche wuchtigen Rottöne gut tragen – blonde Männer sollten aus meiner Sicht diesen Trend lieber auslassen. Styling-Tipp: Die Kleidung sollte deine Persönlichkeit unterstützten – nicht ihr die Show stehlen. Kombi-Tipp: Auch hier kannst du mit Karo-Mustern spielen und zum Beispiel einen karierten Schal zu so einem Mantel kombinieren.

Und hier habe ich dir ein paar Mäntel direkt zum Shoppen zusammengestellt (Affiliate-Link):

 

 

Platz 1) Der Oversized-Karo-Mantel

Karo-Muster waren bereits im Sommer sehr angesagt bei Männern und Frauen. Jetzt kommen sie im Herbst und Winter großflächig auf den Mantel oder alternativ auf Kragen-Jacken.

Für den Kauf empfehle ich dir einen Mantel im Schwarz-Weiß-Karo, wie ihn das französische Modellabel Ami aus Paris zeigt (siehe oben auf Pinterest). Hier als Doppelreiher kombiniert Designer Alexandre Mattiussi‎ die Mäntel mit Erdtönen oder mit starken Farben wie Pink, Rot und Gelb. Das funktioniert als Zusammenspiel hervorragend, da es dem Schwarz-Weiß-Karo das Spießige nimmt und die knalligen Farben einen guten Kontrast bilden. Solche Kontraste machen das Outfit immer spannender!

Wer es eher locker mag, kann alternativ ein größeres Karo-Muster aus grober Wolle wählen – hier werden Erinnerungen an den Grunge-Look von Nirvana Front-Mann Kurt Cobain wach. Hier ein paar Mäntel mit Karo-Muster direkt zum Shoppen (Affiliate-Link):

Als Alternative zum Schwarz-Weiß-Karo empfehle ich dir ein kariertes Muster in Erdtönen. Auch dieses lässt sich gut mit den restlichen Kleidungsstücken deiner Garderobe mischen, wenn du zum Beispiel einen roten Pullover trägst oder einen schwarzen Hoodie.

Der Mantel-Guide für Männer

Welcher Mantel passt zu mir? Diese Frage stellen mir als Modejournalist Männer im Herbst. Die Antwort hängt von deiner Körperfigur ab. Hier eine gute Übersicht, die ich nicht besser erklären könnte.

Styling-Tipp: Solche Kategorisierungen sind eine Hilfe, für dich figurschmeichelndere Modelle zu finden – sie sind aber keine Regel, die nie gebrochen werden darf. Wie immer gilt hierfür: Erst wer die Regeln kennt, kann sie auch gekonnt mal brechen.

Welche Mäntel zu welchem Körperbau passen – das erkläre ich dir hier im Folgenden. Die gute Nachricht: große schlanke Männer können so gut wie jeden Mantel tragen – die schlechte: kleinere Männer und Männer mit Bauch sollten das für sie vorteilhafte Modell wählen. Styling-Tipp: Wähle einen Mantel, der nicht wesentlich länger als dein Oberkörper ist. So stimmen die Proportionen.

Außen vor lasse ich hier die Übergangsjacken für das Frühjahr (also Blousons, Jeansjacken, Lederjacken). Es geht in diesem Blogpost nur um Herbst- und Wintermäntel für die kühlere Jahreszeit.

Trenchcoat How to wear
Der Mode-Journalist Martin Hanssons. Foto: Martin Hanssons

Der Trenchcoat:

„Trench im Trend“ lautet das Motto diese Herbst/Winter-Saison 18/19 – und dazu habe ich euch hier auch einen Extra-Blogpost geschrieben. Die jetzt angesagten Oversized-Schnitte funktionieren mit einem Trenchcoat hervorragend. Sie eignen sich für Männer, die groß und gerade sind, weil sie die schöne Länge betonen. Ich selbst bin zum Beispiel der H-Typ – schmale Schultern und breite Hüften – und kann mit der Gürtelschnalle etwas Taille schaffen und so die für Männer optimale V-Figur schaffen. Kleinere Männer versinken hingegen im Oversized-Trenchcoat.

Zweireiher Mantel
Foto: Unsplash, Michael Fenton

Der Zweireiher:

oft mit spitzem Revers, ist ebenfalls eine gern genommene Wahl von Oversized-Mänteln. Männer mit der H-Körperfigur sollten sich hier – ähnlich wie beim Zweireiher-Sakko – zurückhalten, gut tragen können ihn hingegen Männer mit breiten Schultern und Männer mit Bauch. Denn der Zweireiher lässt diesen schön verschwinden.

Ein Zweireiher eignet sich sehr gut zu einem eleganteren Outfit: also zu einem Anzug oder einer Stoffhose mit einem hochwertigen Pullover, wie zum Beispiel einem edlen V-Neck oder einem Rollkragen-Pullover.

Mäntel und Jacken
Foto: Unsplash, Bruce Mars

Der Einreiher:

auch Chesterfield genannt. Hoher Reverskragen, leicht tailliert, aufgesetzte Taschen – er eignet sich für große wie kleine Männer. Kleinen Männern rate ich eher zu einem kürzeren Schnitt, größere können hier auch mit der Länge spielen. Mit Bauch geht’s auch: Dann aber lieber eine lockere Passform wählen. Keinesfalls dürfen die Knöpfe spannen. Männer können den Einreiher sehr gut über Anzügen tragen. In diesem Fall rate ich, den Anzugtest gleich im Geschäft zu machen, denn hierfür braucht der Mantel auch mehr Spielraum als über einen leichten Pullover.

Dufflecoat Mann
Foto: istock javi_indy

Der Dufflecoat:

Auch er ist eine Erfindung des Krieges, hier mein ausführlicher Blogpost Knebelt ihn. Dieser Mantel kann ebenfalls von allen Körperfigur-Typen gut getragen werden. Kleinere Männer (unter 1,75m) sollten hier ein Modell wählen, das nicht viel länger als der Oberkörper ist. In der Herbst-/Winter-18/19-Saison können Männer auch rote Töne für einen Dufflecoat in Betracht ziehen. Aber: Der Dufflecoat sieht am besten in einem schönen Navy-Blau, Jagdgrün oder Beige aus.

Cabanjacke
Foto: Unsplash, Kirill Suntsov

Der Caban:

auch als „Peacoat“ bekannt. Ein maritimer Kurzmantel, mit zwei Knopfreihen und extra hohem Kragen, der vor allem kleineren und stabileren Männern gut steht. Er besteht aus dicker Wolle: kein Wunder, musste er doch jahrzehntelang US-amerikanische und britische Marine-Soldaten warm halten. Da er aus der Seefahrt kommt, wirkt er am besten auch in einem Navyblau oder wie hier auf dem Foto in einem Braun- oder Beige-Ton. Achtet beim Kauf auf die Qualität der Knöpfe. Sie sind bei diesem Mantel immerhin ein ganz zentrales Element und sollten keinesfalls zu billig aussehen, was zum Beispiel schnell bei „Gold“-Knöpfen passieren kann. Deshalb hier lieber Knöpfe im Farbton der Jacke oder im schlichten Schwarz bevorzugen.

Parka Jacke
Foto: Unsplash, Tom Holmes

Der Parka:

ideal für alle Wetterlagen. Dieser Mantel wurde vom US-Militär für Fallschirmjäger erfunden. Achtet auf ein regenfestes Material und die Möglichkeit, ein Innenfutter rausnehmen und einknöpfen zu können. Dann kann der Parka unter allen Wetterbedingungen getragen werden. Ein weiterer Pluspunkt: mit einem Gürtelband kannst du wahlweise Taille schaffen und so dem voluminösen Parka gut Struktur geben.

Wichtiger Hinweis zum Thema Pelz

Gern kaufen ihn Männer mit einer Kapuze aus Fell. Hierzu der wichtige Hinweis: Immer mehr große Designer verabschieden sich vom Einsatz von Pelz (Gucci, Versace usw.). Völlig zu Recht. Die Tiere werden elendig gehalten und die Haltungsbedingungen sind so miserabel und billig, dass es sich sogar lohnt, echten Pelz als falschen zu deklarieren. Das wissen leider die wenigsten Kunden und können auch nicht am Preis festmachen, ob der Pelz echt oder falsch ist.

Die Verkäufer in den Geschäften sind meist ähnlich ahnungslos und können hier nur schlecht beraten – die Stichprobe obliegt den Ländern/Kommunen, und die haben hierfür kaum Zeit. Will heißen: Pelz-Kapuzen, Pelz-Kragen, Pelz-Innenfutter sind leider problematisch. Ob der Pelz echt ist oder nicht, kannst du über die Pust-Probe ermitteln:

  • Falscher Pelz/Kunstpelz: bleibt beim Pusten immer noch fest, fühlt sich außerdem leicht klebrig an und hat unten eine Musterung, auf der die Haare befestigt sind
  • Echter Pelz: neigt sich sofort beim Pusten, fühlt sich weicher als Kunstpelz an und hat unten eine Lederhaut.

Hier der Vergleich von der Tierschutz-Organisation PETA Deutschland:

Pelze bestehen oft aus Kaninchen oder Mader-Hund: Was man da kauft und wie die Tiere hierfür gehalten wurden, hat das ZDF-Logo-Team hier ermittelt.